Zertifizierte Endoprothetikzentren
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Ziele von EndoCert

Depuy Sigma CR1 50 FBMit zuletzt mehr als 400.000 Operationen pro Jahr ist die Endoprothetik nicht nur für den Patienten sondern auch gesundheitsökonomisch von großer Bedeutung. Die Erhöhung der Patientensicherheit und der Versorgungsqualität gehören zu den wesentlichen Tätigkeitsschwerpunkten der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC). Daher wurde auf Initiative von Wolfram Mittelmeier bereits im Jahr 2009 von der DGOOC eine Initiative zur Zertifizierung von Endoprothetikzentren ins Leben gerufen. Hierbei waren neben Vertretern der DGOOC die Arbeitsgemeinschaft Endoprothetik (AE) als Sektion der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) und der Berufsverband der Fachärzte für Orthopädie und Unfallchirurgie (BVOU) beteiligt.

Wesentliche Elemente eines Zertifizierungsverfahrens sind die Überprüfung der Struktur- und Prozessqualität. Diese sind ebenso in das EndoCert-System aufgenommen wie auch Elemente, die der Überprüfung der Ergebnisqualität dienen und künftig ausgebaut werden sollen. Zusammen mit dem ebenfalls als Projekt der DGOOC eingeführten Endoprothesenregister Deutschland (EPRD), ergibt sich so ein umfassendes System zur weiteren Verbesserung der Versorgungsqualität im Bereich der Endoprothetik.

Wesentliche Merkmale des EndoCert-Systems

Die durch die Fachgesellschaft eingesetzte Arbeitsgruppe hat sich bei der Definition der Kriterien konsequent auf deren wissenschaftlich belegbare bzw. überprüfbare Relevanz für die Patientensicherheit und Versorgungsqualität ausgerichtet. Somit stellen die nach aktueller wissenschaftlicher Literatur erarbeiteten Qualitätsindikatoren eine wesentliche Grundlage für die qualitätsbezogene Behandlung der Patienten dar.

Die wesentlichen Elemente von EndoCert sind:

  • Interdisziplinär organisierter Behandlungspfad:
    Endoprothetikzentren müssen über einen interdisziplinär gestalteten Behandlungspfad verfügen. Somit werden alle an der Leistungserbringung beteiligten Abteilungen von der Zertfizierung. Angewandte Maßnahmen und Verfahren müssen leitliniengestützt sein. Die geltenden Zuständigkeiten müssen geregelt sein und eine regelmäßige, interdisziplinäre Überprüfung sowie Anpassung der Pfade muss erfolgen.
  • Konsequente, durchgehende Begleitung und ausführliche Kommunikation mit dem Patienten während seiner Behandlung:
    Hierdurch wird eine verbesserte Beteiligung und Einbindung des Patienten in den Behandlungsprozess mit dem Ergebnis einer gesteigerten Versorgungsqualität erreicht.
  • Überprüfbarer Standard der Aus-, Weiter- und Fortbildung aller beteiligten Berufsgruppen:
    Die regelmäßige Schulung der beteiligten Mitarbeiter im Umgang mit den Implantatsystemen und die verbesserte Information aller am Behandlungsprozess mitwirkenden Berufsgruppen senkt die Fehleranfälligkeit. Zudem ist für die Sicherstellung einer zukünftigen, qualitativ hochwertigen Versorgung der Bevölkerung die konsequente Aus- und Weiterbildung der ärztlichen Mitarbeiter von großer Bedeutung.
  • Regelmäßige Teilnahme des Zentrums an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie hiervon abgeleitet die Festlegung von Qualitätszielen. Die Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) ist verpflichtend.
  • Durchführung bzw. Unterstützung von Forschungsvorhaben, vorrangig für Zentren der Maximalversorgung.
  • Vorhaltung von Strukturelementen, die für eine sichere und qualitativ hochwertige Patientenversorgung erforderlich sind
  • Einhaltung von rechtlichen Standards im Bereich der Hygiene und der Handhabung von Medizinprodukten
  • Konsequente, mindestens jährliche, externe Überprüfung der Einhaltung der Vorgaben durch wenigstens zwei geschulte, externe Auditoren (Fachexperten), die wiederum der Kontrolle einer Fachkommission und einer zugelassenen Zertifizierungsstelle unterliegen.
  • Aberkennung des Zertifikates bei Feststellung von definierten Abweichungen von den Vorgaben.

Die Anzahl durchgeführter Versorgungen hat einen positiven Einfluss auf die erzielte Qualität. Dieser seit Jahren für viele Bereiche der Medizin nachgewiesene Zusammenhang gilt auch für die Endoprothetik. Dabei besteht diese Korrelation für die durchgeführten Operationen pro Operateur und für die Anzahl der Eingriffe pro operativer Einrichtung. Dieser positive Einfluss der Versorgungszahl entsteht somit bei der interdisziplinären Behandlung des Patienten während der gesamten Behandlungskette und durch die Routine und Erfahrung der Operateure. Eine korrekt und qualitativ hochwertig durchgeführte Operation führt nur dann zu einem sehr guten Ergebnis, wenn die Nachbetreuung des Patienten auf der Station und in allen weiteren Bereichen ebenfalls optimiert abläuft.

Für die Erfassung der Ergebnisqualität werden zum jetzigen Zeitpunkt verschiedene, im Wesentlichen radiologische Kriterien herangezogen. Durch die Verpflichtung der zertifizierten Endoprothetikzentren zur Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) ist eine auch langfristige Erfassung der Behandlungsergebnisse sichergestellt.

Daneben sollen zukünftig auch Kriterien der Patientenzufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis erfasst und zunächst in Pilotprojekten ausgewertet werden. Hiermit ergeben sich interessante weiterführende Perspektiven für die zukünftige Bewertung der endoprothetischen Versorgung in Deutschland.

Eine Initiative der DGOOC

dgooc modul

mit Unterstützung von:

ae modul bvou modul dgu modul
AE BVOU DGU

Kontakt

EndoCert GmbH
Straße des 17. Juni 106-108
(Eingang Bachstraße)
10623 Berlin
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Fragen zum Ablauf des Verfahrens:
Fa. ClarCert
Tel. 0731 - 70 51 16 50